Forschung

Vom uralten Papyrus aus dem ägyptischen Wüstensand bis zur Elektrode am Gehirn, vom buddhistischen Mönch bis zur Ethikkommission im Parlament: Forschung im Bereich Theologie und Religionswissenschaft deckt ein sehr weites Spektrum an Gegenständen und Methoden ab. Sie untersucht und reflektiert Äusserungsformen des Religiösen in Geschichte und Gegenwart. Wie alle akademische Forschung tut sie es in stetem Bezug zu Fragen und Erfordernissen der zeitgenössischen Gesellschaft, nicht zuletzt der Kirchen und Religionsgemeinschaften. Zugleich aber ist ihr Motor die schlichte wissenschaftliche Neugier: der Wunsch, den Dingen auf die Spur zu kommen, sie besser zu verstehen. Warum und wie funktionieren Religion und Gottesdienst, Kirche und Gebet, Frömmigkeit und Pilgerschaft?

Heutige theologische und religionswissenschaftliche Forschung ist hochgradig spezialisiert; daher sind im konkreten Alltag der Forschung die relevanten Netzwerke nicht auf Basel und nicht auf die theologische Fakultät beschränkt, sondern die primären Bezüge liegen meist ausserhalb: für den Alttestamentler sind die Wissenschaft vom Alten Orient und die Ägyptologie ein wichtiges Gegenüber, für den praktischen Theologen die Psychologie oder Soziologie, für den Dogmatiker die Philosophie oder sogar die Naturwissenschaften. Gerade an einem Standort wie Basel werden diese interdisziplinären Bezüge mit grosser Selbstverständlichkeit auch international gelebt. Bei Tagungen und grösseren Vortragsveranstaltungen wird diese Internationalität sichtbar.

Die Forschung wird teils durch regulär an der Fakultät angestellte Personen betrieben (Professoren, Assistenten), teils durch eigens dazu Beschäftigte, meist im Kontext von Drittmittelprojekten, teils in grösseren Verbünden. Die Fakultät legt besonderen Wert darauf, dass einige Forschungsarbeiten zugleich der persönlichen Weiterqualifikation der Forschenden dienen (Dissertationen, Habilitationen). Sie ist um besondere Förderung dieser Arbeiten bemüht.

Die laufenden Projekte sowie die Publikationen sind bei den Departements bzw. einzelnen Fachbereichen dokumentiert.